„Groß-Israel“: Von der politischen Ideologie zur territorialen PraxisPolitikGil Shohat über die israelische Annexionspolitik in Palästina Gil Shohat
Bei der Gemeinsamen Liste geht es nicht nur um MandateGesellschaftDie arabischen Bürger*innen Israels sehen sich heute, auf sich allein gestellt, zwei bestens organisierten Gruppen gegenüber: den Kriminellen und der messianischen Rechten. Die Wiederkehr der GemeinsamenListe könnte nicht nur die Verteilung der Mandate verändern, sondern der arabischen Gesellschaft auch zum Zusammenhalt verhelfen. Abed Abu Shehadeh
„Weil Soldaten keine Fragen stellen“ – Wehrdienstverweigerung aus Gewissensgründen in IsraelFeuilletonKriegs- oder Wehrdienstverweigerung aus Gewissensgründen ist zwar in Israel nicht weit verbreitet, doch sie ist seit der Staatsgründung ein heftig diskutiertes Thema. Die wenigen, die sich aus Gewissensgründen offiziell weigern, an Kriegen teilzunehmen oder bestimmte Militäreinsätze und Operationen zu unterstützen, werden nicht nur von den israelischen Rechtsinstitutionen, sondern auch von der Öffentlichkeit denunziert und bestraft. Heute stellt sich mehr denn je die Frage: Wo liegt die Grenze zwischen Pflicht und Gewissen? Idith Zertal
In Masafer Yatta kann unsere Kamera mehr bewirken als der BulldozerFeuilletonNach dem Gewinn bei der Berlinale wurde der Film „No Other Land“ im westjordanischen Dorf At-Tuwani vorgeführt. Über die Kraft einer verspiegelten Realität Hamdan Ballal Al-Huraini
Zwischen LGBT-Feindlichkeit und Pinkwashing GesellschaftDie Geschichte der LGBT-Bewegung in Israel vom gesetzlichen Verbot zum Pseudo-Mainstreaming Yoana Gonen
(K)eine Alternative zum Krieg? GesellschaftWas sind die Grundlagen für die Langlebigkeit militaristischen Denkens in der Gesellschaft? Was sind seine Folgen? Wie wirkt sich der Militarismus auf unterschiedliche Teile und Gruppen in der israelischen Gesellschaft aus? Buchvorstellung des Israel-Readers 2025 in Berlin.
Wie Israels „Abkoppelung“ von Gaza den Nährboden für die ethnische Säuberung bereitet hatPolitikErzürnt über den Abzug von 2005, bemühte sich das nationalreligiöse Lager darum, territoriale Zugeständnisse als desaströs zu brandmarken – sodass eine ethnische Säuberung die einzige Lösung blieb. Daniel Levy
Zwischen Hybris und ZynismusPolitikDie Inszenierung von Trump und Netanjahu offenbart vor allem Herablassung gegenüber Palästinenser*innen. Gil Shohat
Ein Militärhaushalt für den permanenten KriegWirtschaftDie höchste Priorität, die Israel ans Militärbudget einräumt, steht seit dem Krieg von 1967, als Israel die Sinai Wüste, den Gazastreifen, die Golanhöhen und die palästinensische Westbank eroberte, fest. Die Benachteiligten sind die schwachen Schichten der israelischen Gesellschaft Etty Konor-Attias Shlomo Swirski
Israels Tech-Kapital und die Protestbewegung gegen NetanjahuWirtschaftDie massive Protestbewegung gegen die «Justizreform» der israelischen Regierung wird maßgeblich vom IT- und Hightech-Sektor getragen. Ihre Interessen seien jedoch keinesfalls rein werteorientiert, sondern viel mehr im Sinne der Aufrechterhaltung ihrer kulturellen und klassenpolitischen Vormachtstellung. Matan Kaminer