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Über diese Webseite

Mit der deutschsprachigen Webseite des Israel-Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung möchten wir mannigfaltige Stimmen des progressiven Israels hörbar machen. Damit soll eine interessierte Öffentlichkeit die Gelegenheit bekommen, Innenansichten hiesiger Verhältnisse und Kämpfe zu erhalten und lokale Akteure kennenzulernen.

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Glossar

Die im Glossar enthaltenen Einträge erklären kurz zentrale Begriffe, historische Ereignisse, Personen, Institutionen und Organisationen, die auf unserer Webseite erwähnt werden und mit denen LeserInnen, die sich noch nicht intensiv mit dem Thema Israel/Palästina beschäftigt haben, vielleicht nicht vertraut sind. Zusammengenommen bietet das Glossar eine Einführung in die Grundlagen, die zum Verständnis des Themas benötigt werden.

 

Verfasserin: Ursula Wokoeck Wollin

 

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Camp-David-Gipfeltreffen - 

Camp-David-Gipfeltreffen

Das Treffen zwischen dem israelischen Premierminister Ehud Barak und dem PLO-Chef Jassir Arafat fand im Juli 2000 in Camp David, dem Sommersitz des US-amerikanischen Präsidenten, auf Einladung von Präsident Bill Clinton statt, um die Verhandlungen über ein endgültiges israelisch-palästinensisches Friedensabkommen abzuschließen. Die Verhandlungen scheiterten an großen Differenzen, insbesondere in Bezug auf die Zukunft der israelischen Siedlungen in der Westbank und von Ost-Jerusalem sowie hinsichtlich der Frage der Flüchtlinge infolge des Krieges von 1948. Es wurde ein Folgetreffen vereinbart, das in Taba (Ägypten) im Januar 2001 stattfand und ebenfalls scheiterte, womit der Oslo-Prozess zum Erliegen kam.

- Synonyms: Camp David
Camp-David-Übereinkommen - 

Camp-David-Übereinkommen

zwei Rahmenverträge, die von Israel und Ägypten 1978 nach geheimen Verhandlungen in Camp David, dem Sommersitz des US-amerikanischen Präsidenten, unter Vermittlung von Präsident Jimmy Carter unterzeichnet wurden. Sie waren die Grundlage des israelisch-ägyptischen Friedensabkommens (1979).
Chadasch/al-Dschabha - 

Chadasch/al-Dschabha

Die Demokratische Front für Frieden und Gleichheit (Chadasch ist das Akronym des hebräischen Namens; außerdem das hebräische Wort für neu; al-Dschabha bedeutet auf Arabisch die Front) wurde 1977 von der KPI, die nach wie vor dort eine zentrale Rolle spielt, als Bündnis linksgerichteter Kräfte gegründet und beteiligte sich als solches an den Wahlen. Ihr Slogan ist „Frieden und Gleichheit“. Sie steht für einen Rückzug Israels aus allen seit 1967 besetzen Gebieten und für eine Zweistaatenlösung, für die Gleichstellung der Palästinenser*innen in Israel und deren Anerkennung als nationale Minderheit sowie für die Rechte der arbeitenden Bevölkerung. Chadasch/al-Dschabha wird mehrheitlich von palästinensischen Israelis gewählt, doch sie legt großen Wert darauf, ein jüdisch-palästinensisches Bündnis zu sein. Sie ist die politische Heimat von Tausenden jüdischen Wähler*innen, vor allem radikalen, anti- und nicht zionistischen Linken. Sie war i. d. R. mit drei bis fünf Sitzen (von insgesamt 120) in der Knesset vertreten und schloss sich zur Wahl 2015 mit anderen Parteien zur Gemeinsamen Liste zusammen.

- Synonyms: Chadasch/al-Jabha
Cherut - 

Cherut — (hebräisch für: Freiheit)

1948 von Menachem Begin gegründete Partei, die aus der paramilitärischen Untergrundorganisation Irgun/Etzel hervorging und die zentrale rechtsgerichtete Partei Israels war. Mit Ausnahme der Großen Koalition, die mit Ausbruch des Krieges von 1967 gebildet wurde, blieb Cherut bis 1977 in der Opposition, weil sie (ebenso wie die KPI) von Mapai und insbesondere von David Ben-Gurion grundsätzlich als Koalitionspartner ausgeschlossen wurde. 1973 bildete Cherut mit einer Reihe von rechten und liberalen Bewegungen eine neue Wahlliste, den Likud (hebräisch für: Vereinigung), der die Wahlen 1977 gewann und die seit der Staatsgründung regierende Mapai/Arbeitspartei ablöste. Cherut wurde 1988 aufgelöst, als der Likud eine Partei wurde.
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