NEWSLETTER BESTELLEN
Über diese Webseite

Mit der deutschsprachigen Webseite des Israel-Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung möchten wir mannigfaltige Stimmen des progressiven Israels hörbar machen. Damit soll eine interessierte Öffentlichkeit die Gelegenheit bekommen, Innenansichten hiesiger Verhältnisse und Kämpfe zu erhalten und lokale Akteure kennenzulernen.

Weiterlesen X Schließen
zurück zur Partner-Übersicht

Negev Coexistence Forum for Civil Equality

Die Gründung des Negev-Koexistenz-Forums für staatsbürgerliche Gleichheit im Jahr 1997 geht auf eine Initiative von arabischen und jüdischen BewohnerInnen der Wüstenregion Negev (Arabisch Naqab) zurück. Anlass sind die Versäumnisse des israelischen Staates, die Menschen- und Bürgerrechte der dort ansässigen arabisch-beduinischen Bevölkerung zu respektieren, zu schützen und ohne Diskriminierung zu gewähren. Das NCF setzt sich für volle Bürgerrechte und die Gleichheit aller im Negev lebenden Menschen ein.

Um dieses Ziel zu erreichen, wird das NCF auf verschiedene Weise tätig: Es fördert die Selbstermächtigung der von Diskriminierung betroffenen Communities, organisiert Solidaritäts- und Protestaktionen, dokumentiert Menschenrechtsverletzungen, beteiligt sich an rechtlichen Maßnahmen gegen diskriminierende Praktiken und vertritt die Belange der arabischen-beduinischen Bevölkerung auf lokaler und internationaler Ebene.

Das NFC organisiert Foto-Dokumentations-Workshops für Kinder und Frauen in den von staatlicher Seite nicht anerkannten Beduinendörfern, in denen die TeilnehmerInnen lernen, mit Fotokameras umzugehen und ihr Alltagsleben und die Menschenrechtsverletzungen, die sie erleiden, auf Bildern festzuhalten. Die Workshops speziell für beduinische Frauen zielen darauf ab, diese stärker am Kampf der beduinischen Bevölkerung gegen staatliche  Menschenrechtsverletzungen zu beteiligen und  visuelles Beweismaterial zusammenzutragen, das im Kampf für die Rechte der Beduinen in Israel eingesetzt werden kann.

Das NCF bietet Führungen im Negev an, mit dem Ziel, ein tiefer gehendes Verständnis von der staatlichen Politik gegenüber der dort lebenden arabischen Bevölkerung zu vermitteln. Die TeilnehmerInnen, darunter viele internationale und israelische JournalistInnen, Diplomaten und StudentInnen, können sich so ein besseres Bild davon machen, wie einem Großteil der beduinischen Negev-BewohnerInnen grundlegende Ressourcen, soziale Dienstleistungen und Infrastruktur vorenthalten werden.

Mithilfe seiner Internetseite, Newslettern und Berichten versorgt das NCF die breite Öffentlichkeit, politische Entscheidungsträger und andere Interessierte und Betroffene mit präzisen und zuverlässigen Informationen. Das NFC hat wiederholt für die Vereinten Nationen sogenannte Schattenberichte über die Zerstörung von Häusern und den Mangel an öffentlicher Infrastruktur in den nicht anerkannten Dörfern und über Diskriminierungen im Bereich öffentliche Dienstleistungen erstellt. Dabei stützt sich das NCF vor allem auf eigene Feldforschung und Recherchen, was den in den Berichten enthaltenen Informationen eine besondere Glaubwürdigkeit verleiht. Darüber hinaus ist das NCF in verschiedenen UN-Foren und anderen Gremien, die sich mit den Rechten indigener Bevölkerungen befassen, mit Delegierten vertreten.

Das Büro des NCF, das sich in einem städtischen Bunker in Beer-Sheva befindet, dient auch als Treffpunkt und Ort für eine Vielzahl von kulturellen, politischen und Bildungsveranstaltungen unter dem Motto „Multaqa-Mifgasch“ (Arabisch und Hebräisch für Treffen oder Zusammenkommen).

Das Regionalbüro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Israel unterstützt seit 2012 verschiedene Aktivitäten des Negev-Koexistenz-Forums für staatsbürgerliche Gleichheit, in den letzten Jahren vor allem die Foto-Dokumentations-Workshops für beduinische Frauen in nicht anerkannten Dörfern im Negev.

 

Einen Hintergrundtext über die Beduinen im Negev/Naqab finden Sie hier:

Konfrontation im Negev – Israelische Landpolitik und die indigenen arabischen Beduinen

 

 

www.dukium.org/
www.dukium.org/

NCF-500px

NEWSLETTER BESTELLEN