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Mit der deutschsprachigen Webseite des Israel-Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung möchten wir mannigfaltige Stimmen des progressiven Israels hörbar machen. Damit soll eine interessierte Öffentlichkeit die Gelegenheit bekommen, Innenansichten hiesiger Verhältnisse und Kämpfe zu erhalten und lokale Akteure kennenzulernen.

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Das Arabische Zentrum für alternative Planung

Das Arabische Zentrum für alternative Planung (Arab Center for Alternative Plannung – ACAP) wurde im Dezember 2000 mit der Absicht gegründet, als Ansprechpartner und Interessenvertretung für die arabische Bevölkerung Israels zu dienen und zwar in den Bereichen Planung und Entwicklung, mit einem Schwerpunkt auf Land- und Wohnungsfragen.

Langfristig bemüht sich das ACAP darum, Unterschiede und Ungleichheiten zwischen jüdischen und arabischen Israelis zu beseitigen, die ihre Versorgung und ihre Zugangsmöglichkeiten etwa zu Wohnraum, Infrastruktur, Arbeitsplätzen, öffentliche Verkehrsmittel, soziale Dienste, Bildungs- oder Freizeitangebote betreffen.

Im Januar 2004 hat das israelische Innenministerium ACAP als öffentliche Organisation anerkannt, wodurch sie nun berechtigt ist, sich als unabhängige juristische Partei an öffentlichen Planungsverfahren zu beteiligen. Das ist ein großer Erfolg, da das ACAP damit die erste arabische Nichtregierungsorganisation in Israel mit einer solch einflussreichen Stellung ist.

Die Hauptziele des ACAP bestehen darin, die Fähigkeit von arabischen Kommunen und deren Bürgermeistern, von Planungsexpert*innen, wichtigen Persönlichkeiten und der arabischen Bevölkerung insgesamt zu stärken, deren Bürgerrechte zu verteidigen und gegenüber staatlichen Institutionen für gerechtere und demokratischere Planungsziele und -praktiken für alle Bürger*innen einzutreten.

Um diese Ziele zu erreichen, konzentriert sich das ACAP auf die folgenden drei Strategien:

  1. Watchdog-Funktion

Das ACAP beobachtet und verfolgt systematisch staatliche Planungen und Entscheidungen und identifiziert und kritisiert insbesondere diejenigen, die sich negativ auf die arabische Minderheit in Israel auswirken und deren Bürgerrechte beeinträchtigen. In solchen Fällen bemüht sich das ACAP im Rahmen von Planungsverfahren und auf anderen Wegen um eine Interessenvertretung der betroffenen Bevölkerung. Es werden getroffene Entscheidungen hinterfragt und es wird versucht, geeignete Alternativen aufzuzeigen.

 

  1. Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit

Um das Bewusstsein der Mitarbeiter*innen der kommunalen Verwaltungen, von Planer*innen und der breiten Öffentlichkeit zu erhöhen, veranstaltet das ACAP Gesprächsrunden, Seminare und Konferenzen, die Kenntnisse über Planungsfragen und -probleme und deren lokalspezifischen Auswirkungen sowie über mögliche Wege, mit diesen umzugehen, vermitteln. Darüber hinaus veranstaltet das ACAP Workshops, um staatliche Planer*innen und Regierungsbeamte mit arabischen Planungsexpert*innen und führenden Kommunalvertreter*innen in einen Dialog zu bringen und so das gegenseitige Verständnis sowie die Zusammenarbeit bei Planungsfragen zu fördern.

 

  1. Professionelle Planungsaktivitäten

Das ACAP führt Studien durch, in denen ausgewählte Aspekte und Probleme von Planungsverfahren und aktuelle Konflikte untersucht werden. Außerdem stellt das ACAP arabischen Kommunen und Körperschaften, die arabische Bürger*innen und Gemeinden in Israel vertreten, fachspezifische Dienste und Beratungsangebote zur Verfügung.

 

Das Israel-Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützt die Arbeit des Arabischen Zentrums für alternative Planung seit 2012.

 

www.ac-ap.org/eng/
www.ac-ap.org/eng/

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