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Über diese Webseite

Mit der deutschsprachigen Webseite des Israel-Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung möchten wir mannigfaltige Stimmen des progressiven Israels hörbar machen. Damit soll eine interessierte Öffentlichkeit die Gelegenheit bekommen, Innenansichten hiesiger Verhältnisse und Kämpfe zu erhalten und lokale Akteure kennenzulernen.

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Glossar

Die im Glossar enthaltenen Einträge erklären kurz zentrale Begriffe, historische Ereignisse, Personen, Institutionen und Organisationen, die auf unserer Webseite erwähnt werden und mit denen LeserInnen, die sich noch nicht intensiv mit dem Thema Israel/Palästina beschäftigt haben, vielleicht nicht vertraut sind. Zusammengenommen bietet das Glossar eine Einführung in die Grundlagen, die zum Verständnis des Themas benötigt werden.

 

Verfasserin: Ursula Wokoeck Wollin

 

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E1-Zone - 

E1-Zone

Ein rund zwölf Quadratkilometer großes, von Beduin*innen bewohntes Gebiet in der Westbank (Zone C) zwischen der großen israelischen Siedlung Ma’ale Adomim (unter dessen Verwaltung es steht) und Jerusalem. Von israelischer Seite bestehen Pläne, dieses Gebiet zu besiedeln, um Ma’ale Adomim an Jerusalem anzubinden und den Siedlungsgürtel, der die palästinensischen Viertel Ost-Jerusalems von der übrigen Westbank trennt, zu schließen und die Westbank praktisch in zwei Teile zu zerschneiden. Das letzte große Bauvorhaben in der Zone wurde 2009 angesichts internationalen Drucks zurückgestellt.
Eretz Israel - 

Eretz Israel — (hebräisch für: das Land Israel)

ein in der Bibel mit verschiedenen Bedeutungen verwendeter Begriff, der traditionell in der Diaspora, insbesondere der rabbinischen Literatur, für das historische Palästina verwendet wurde. Die zionistische Bewegung hat diesen Sprachgebrauch übernommen, um die historische und religiöse Verbundenheit mit dem Land zu betonen. Im heutigen hebräischen Sprachgebrauch bezeichnet der Begriff i. d. R. Palästina vor der Staatsgründung von 1948.
erste Intifada - 

Erste Intifada

(arabisch für: Abschütteln) bezeichnet den Aufstand/Widerstand der palästinensischen Bevölkerung in der Westbank (einschließlich Ost-Jerusalems) und des Gazastreifens gegen die israelische Besatzung. Die Erste Intifada begann im Dezember 1987 und dauerte in unterschiedlicher Intensität bis zur Unterzeichnung der Oslo-Verträge 1993. Sie war ein spontaner Volksaufstand, der nicht durch die im Exil befindliche PLO orchestriert wurde. Die Mittel des Aufstands reichten von zivilem Ungehorsam (Streiks, Graffiti) über Steinewerfen (daher die Bezeichnung Intifada der Steine), vor allem durch Kinder und Jugendliche, bis zum Einsatz von Molotowcocktails. Die israelische Armee versuchte, die Intifada mit Gewalt zu beenden, verletzte dabei Zehntausende Kinder und Jugendliche und tötete über 1.000 Palästinenser*innen. Die israelische Seite beklagte ca. 100 tote Zivilist*innen sowie ca. 60 tote Armeeangehörige.

- Synonyms: Erste Intifada, Ersten Intifada
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