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Mit der deutschsprachigen Webseite des Israel-Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung möchten wir mannigfaltige Stimmen des progressiven Israels hörbar machen. Damit soll eine interessierte Öffentlichkeit die Gelegenheit bekommen, Innenansichten hiesiger Verhältnisse und Kämpfe zu erhalten und lokale Akteure kennenzulernen.

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The Israeli Center for Digital Art

The Israeli Center for Digital Art (CDA) bietet eine dynamische Plattform für die Analyse, Diskussion, Erforschung, Herstellung und Ausstellung von Gegenwartskunst. Es ermöglicht damit einen wichtigen Meinungsaustausch zwischen zeitgenössischen Künstler*innen, Kurator*innen, KritikerInen und einer weiter gefassten Öffentlichkeit. Das Zentrum hat im Jahr 2010 ein leerstehendes Schulgebäude im Jessy-Cohen-Viertel in Holon bezogen. In dem in den frühen 1950er Jahren entstandenen Stadtteil wohnen bis heute vor allem ehemalige Einwandererfamilien mit niedrigem Einkommen. Umso wichtiger ist es für das CDA, die Anwohner*innen und andere kommunale Akteure in seine Aktivitäten einzubeziehen.

Der Betreiber des CDA ist ein gemeinnütziger Verein und wird von der Stadtverwaltung von Holon unterstützt. Das CDA versteht sich als ein öffentlicher Kunstraum und thematisiert immer wieder die Rolle und Aufgaben von Kunsteinrichtungen in der Gesellschaft. Die Grundauffassung, Kunst dürfe Soziales und Politisches nicht ignorieren, bestimmt die Arbeit und die Auswahl der Themen. Dabei werden auch Meinungen vertreten, die der offiziellen Politik zuwiderlaufen, was häufig zu Diskussionen führt, in welchem Rahmen sich ein von der öffentlichen Hand finanziertes Kunstinstitut zu definieren und zu bewegen hat. Das CDA vertritt dabei den Ansatz, die Aufgabe von Kunst und Kultur bestehe darin, auf die sich stets wandelnden politischen und sozialen Verhältnisse zu reagieren und dabei eine kritische Distanz zu den Mächtigen beizubehalten. Um entsprechende Auseinandersetzungen in der israelischen Gesellschaft anzuregen, widmet das CDA einen wesentlichen Teil seiner Arbeit Kunstprojekten, die Fragen zu Identität, Herkunft, Nationalismus und kulturellem Austausch aufwerfen.

Das Zentrum initiiert Partnerschaften und fördert die Zusammenarbeit von Künstler*innen, Kurator*innen, Theoretiker*innen, Autor*innen sowie anderen kulturellen Institutionen vorwiegend im Nahen Osten und auf dem Balkan. Hierbei wird erprobt, wie kreative Gemeinschaften aus verschiedenen peripheren Regionen in der Welt zueinander in Beziehung treten, voneinander lernen und nationalistische oder regionale Barrieren überwinden können.

In den Jahren 2013 und 2014 führte das CDA in Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter „Kunstverein Wagenhallen e.V.“ das Projekt „Glocal Neighbors“ durch. Ausgehend von der These, dass lokale Nachbarschaften auf vielfache Weise mit der globalen Welt verbunden sind, versuchte das Projekt herauszufinden, was das konkret bedeutet und in welcher Weise Menschen aus verschiedenen Nachbarschaften und mit unterschiedlichen Hintergründen von diesen Zusammenhängen profitieren können. Im Vordergrund der beiden Fallstudien in den Stadtteilen Jessy Cohen und Nordbahnhof/Rosenstein stand der Wissensaustausch zwischen lokal engagierten Künstler*innen, Lehrer*innen, Sozialarbeiter*innen und Stadtteilaktivist*innen. Teil des Projekts war der Aufbau von physischen und digitalen Datenbanken in beiden Vierteln, mit deren Hilfe eine Vielzahl von Fallstudien analysiert werden können.

 

Video über die Veranstaltung in Holon:

Der Abschlusskongress des Projekts „Glocal Neighbors“ fand, gefördert vom israelischen Regionalbüro der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Ende 2015 in Holon statt. Neben einer Chrestomathie stellten die Teilnehmer*innen den Projektverlauf vor, berichteten von gemeinsamen Anschlussprojekten und boten verschiedene Workshops an. Viel Raum nahmen die im Projekt „Glocal Neigbors“ erprobten Methoden und eingesetzten Instrumente ein. Die Konferenz stand unter dem Motto „Das Wohnviertel als Arena globaler Kräfte und Prozesse“. Dabei ging es darum, Ideen und Handlungsansätze, wie man (in Israel und anderen Teilen der Welt) mit diesen Prozessen umgeht, einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Darüber hinaus verfolgte die Konferenz das Ziel, die Kooperation zwischen künstlerischen Akteuren und solchen aus den Bereichen Erziehung und Sozialarbeit (insbesondere mit gefährdeten Jugendlichen) zu fördern.

 

Der komplette Katalog zur Konferenz:

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Glocal Nachbarn – Glocal Neighbors – BLOG:

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Kurzes Video von der Konferenz mit den Künstlern

Sylvia Winkler und Stephan Köperl:

www.digitalartlab.org.il
www.digitalartlab.org.il

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Neighborhood as a Global Arena

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