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Mit der deutschsprachigen Webseite des Israel-Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung möchten wir mannigfaltige Stimmen des progressiven Israels hörbar machen. Damit soll eine interessierte Öffentlichkeit die Gelegenheit bekommen, Innenansichten hiesiger Verhältnisse und Kämpfe zu erhalten und lokale Akteure kennenzulernen.

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Akademie für soziale Ökonomie (Social Economic Academy)

Eine Gruppe von AkademikerInnen und AktivistInnen gründete 2004 die Sozialökonomische Akademie (SEA). Ihr Ziel war es, eine kritische Diskussion über die israelische Wirtschaftspolitik zu eröffnen und soziales Engagement in Israel zu fördern.

Seit Mitte der 1980er Jahre verfolgen die israelischen Regierungen eine neoliberale Wirtschaftspolitik, die zu wachsender Ungleichheit und größerer Armut führt. Immer mehr Menschen in Israel fällt es schwer, mit ihrem Einkommen über die Runden kommen. Diese Menschen fühlen sich von der Politik im Stich gelassen und resignieren: Sie glauben nicht mehr daran, politische Entscheidungen verstehen oder gar beeinflussen zu können.

Die neoliberale Ausrichtung der israelischen Wirtschaftspolitik findet trotz ihrer negativen Folgen bei weiten Teilen der Bevölkerung Zustimmung. Die GründerInnen der SEA führen das auch darauf zurück, dass eine öffentliche Debatte über diese Politik und mögliche Alternativen bislang fehlte. Auf dieses Defizit antwortet die SEA mit ihrem politischen Bildungsprogramm. Denn für eine Umgestaltung der israelischen Gesellschaft sind sowohl Bildungsarbeit als auch politisches Engagement nötig, die Verbreitung von Ideen und Idealen sozialer Gerechtigkeit ebenso wie praktisches, auf konkrete Veränderung zielendes Handeln.

Die SEA bietet Kurse zu vier Themenbereichen an: zum Arbeitsmarkt und zu gewerkschaftlichem Organizing, zu alternativer Wirtschaftspolitik, zu Alternativen israelischer Sozialpolitik sowie zu politischem Engagement auf kommunaler Ebene. AkademikerInnen und AktivistInnen mit praktischer Erfahrung leiten die Workshops der Akademie. Mehr als 70.000 Menschen aus allen ethnischen Gruppen und sozialen Schichten der israelischen Gesellschaft haben bisher die Angebote der SEA wahrgenommen.

* Die Kurse für Organizing wenden sich an Menschen, die sich gewerkschaftlich engagieren. Sie bieten eine Einführung in die Struktur der israelischen Arbeitswelt, klären über Arbeitnehmerrechte auf, helfen, die Abläufe auf dem Arbeitsmarkt besser zu verstehen und ArbeitnehmerInnen gewerkschaftlich zu organisieren. Die SEA war eine der ersten Institutionen, die nach langen Jahren des Schweigens Arbeitnehmerrechte wieder zu einem Thema machten und die Rolle von Gewerkschaften bei der Veränderung der bestehenden Verhältnisse hervorhob. AbsolventInnen der SEA-Kurse sind anschließend in Gewerkschaften eingetreten und haben andere ArbeiterInnen gewerkschaftlich organisiert.

 

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SEA Konferenz 2016

Seit 2007 veranstaltet die SEA jährlich ein ArbeiterInnen-Filmfestival in der Cinematheque in Haifa mit Filmvorführungen und Vorträgen.

* Die Kurse für alternative Wirtschaftspolitik richten sich an eine neue Generation von VolkswirtInnen und Angehörige des öffentlichen Dienstes, um sie mit ökonomischen Denkansätzen jenseits des Mainstream vertraut zu machen.

* In den Kursen Sozialpolitik und sozialer Sicherung geht es um eine Einführung in staatliche Sozialpolitik und -gesetzgebung. SozialarbeiterInnen sollen befähigt und ermutigt werden, Einfluss auf politische Prozesse zu nehmen und sich aktiv für soziale Gerechtigkeit einzusetzen.

* Das Kursangebot für organisiertes kommunales Engagement richtet sich an AktivistInnen auf lokaler Ebene, die die Politik in ihrer Gemeinde verändern wollen. Die Kurse vermitteln theoretische und praktische Kenntnisse in Bezug auf sozialwirtschaftliche Themen, deren politische Realität und Anwendung in Israel, den Aufbau und Organisation von politischen Institutionen auf lokaler Ebene, wichtige soziale Themen , wie Bildung, soziale Sicherungsnetze und Wohnungsbaupolitik  auf kommunaler Ebene und in praktischen Fragen der Organisation von Gruppen und Kommunen.

Während der Sozialproteste 2011 boten MitarbeiterInnen der SEA landesweit Kurse und Workshops in den Protestlagern an und berieten führende VertreterInnen der sozialen Bewegungen bei der Ausarbeitung ihrer politischen Programme und Forderungen.

Die SEA stellt ihr Kursangebot online und produziert ein wöchentliches Radio-Feature, welches einer breiten Öffentlichkeit wichtige Wirtschaftsthemen in einfacher Sprache näher bringt. SEA-Mitglieder veröffentlichen Kolumnen und Kommentare in führenden israelischen Zeitungen und auf bekannten Websites. Sie melden sich öffentlich zu Wort und versuchen auf Diskussionsveranstaltungen, die progressiven Ideen der SEA zu verbreiten.

Die SEA ist seit 2008 Partnerorganisation der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

sea.org.il/en
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