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Mit der deutschsprachigen Webseite des Israel-Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung möchten wir mannigfaltige Stimmen des progressiven Israels hörbar machen. Damit soll eine interessierte Öffentlichkeit die Gelegenheit bekommen, Innenansichten hiesiger Verhältnisse und Kämpfe zu erhalten und lokale Akteure kennenzulernen.

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Molad - Zentrum für die Erneuerung der israelischen Demokratie

Molad  (Hebräisch für Geburt oder Neumond), das Zentrum für die Erneuerung der israelischen Demokratie, ist ein parteipolitisch unabhängiges Forschungsinstitut und versteht sich als Thinktank, der sich mit für die israelische Gesellschaft grundlegenden politischen und sozialen Fragen beschäftigt. Molad wurde Anfang 2012 mit der Absicht gegründet, die diesbezügliche öffentliche Debatte mit bedeutsamen inhaltlichen Beiträgen, die sich an höchsten wissenschaftlichen, analytischen und intellektuellen Qualitätsstandards orientieren, zu bereichern. Molad sieht seine Aufgabe darin, ein umfassendes und fortschrittliches  Entwicklungskonzept für die Zukunft Israels zu entwerfen, das auf eine Gleichberechtigung gegenüber aller Staaten in der Region und zugleich einer  friedliche Integration in das geopolitische Umfeld setzt.

Molad legt großen Wert auf seine geistige Unabhängigkeit und  steht keiner spezifischen politischen Partei, Organisation oder bestimmten Persönlichkeiten nahe, versteht sich aber trotzdem nicht als unpolitisch. Molad hält an der Auffassung fest, Israels soziale, wirtschaftliche und (außen-)politische Probleme können nur im Rahmen eines wirklich demokratischen Systems gelöst werden, einem System, das die Interessen und wahren Bestrebungen seiner BürgerInnen vertritt.

Die Arbeit des Zentrums lässt sich drei Oberthemen zuordnen: Außenpolitik und Sicherheitsfragen: Die Aufrechterhaltung des staatlichen Kontrollsystems in den palästinensischen Gebieten treibt Israel immer weiter in die internationale Isolation, womit sich seine Isolation in der Region verschärft und seine Zukunft als demokratischer Staat auf dem Spiel steht. Gesellschaftliche Fragmentierung: In der Zivilgesellschaft ist eine starke Zunahme von auf Stammeszugehörigkeit beruhenden Einstellungen zu verzeichnen, die mit einem modernen Lebensstil unvereinbar ist. Sozioökonomische Entwicklung: Die wachsende Ungleichheit führt zu einer Spaltung der israelischen Gesellschaft in eine kleine wohlhabende Elite und eine zunehmende Zahl von BürgerInnen, die zu wenig verdienen, zu viel für die Befriedigung von Grundbedürfnissen (Wohnen, Lebensmittel etc.) bezahlen müssen und sich nicht mehr auf das staatliche Sicherheitsnetz verlassen können. Molad ist der Überzeugung, dass es in einer Zeit, in der Israel mehr und mehr als Schlachtfeld von Sonder- und gar persönlichen Interessen betrachtet wird, dringend einer Neuausrichtung der politischen Debatte bedarf. Diese sollte sich an den Meinungsverschiedenheiten in konzeptionellen und praktischen Fragen orientieren und versuchen, aus der Auseinandersetzung mit diesen konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik abzuleiten. Molad will dieser politischen Debatte mehr Substanz verleihen und ist der festen Ansicht, dass seine Ideen und Vorschläge den israelischen BürgerInnen dabei helfen werden, die notwendigen Entscheidungen für eine Erneuerung der israelischen Demokratie zu treffen.

Siehe insbesondere auch die Beiträge zum Forum for Regional Thinking (Forum für regionales Denken): http://www.molad.org/en/articles/The-Forum-for-Regional-Thinking

www.molad.org/en/
www.molad.org/en/

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