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Mit der deutschsprachigen Webseite des Israel-Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung möchten wir mannigfaltige Stimmen des progressiven Israels hörbar machen. Damit soll eine interessierte Öffentlichkeit die Gelegenheit bekommen, Innenansichten hiesiger Verhältnisse und Kämpfe zu erhalten und lokale Akteure kennenzulernen.

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Molad - Zentrum für die Erneuerung der israelischen Demokratie

Fragen um den Platz von Religion in der Gesellschaft und um die Beziehungen zwischen Staat und Religion sind im gegenwärtigen Israel virulenter denn je. Das Zentrum für die Erneuerung der israelischen Demokratie Molad beschäftigt sich intensiv mit dieser Thematik und veröffentlichte im Sommer 2017 die Ergebnisse eines vom Israel-Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützten umfangreichen Forschungsprojekts, das die Unterwanderung des säkularen staatlichen Bildungssystems durch die nationalreligiöse Siedlerbewegung untersucht hat. Das Ausmaß der aufgedeckten Methoden zur Indoktrination der israelischen Jugend führte zu einem öffentlichen Skandal, in dessen Folge mehrere Städte, darunter Tel Aviv, konkrete und sofortige Schritte unternahmen, um diesem Phänomen Einhalt zu gebieten.

Molad (Hebräisch für Geburt oder Neumond) ist ein parteipolitisch unabhängiges Forschungsinstitut, das sich mit für die israelische Gesellschaft grundlegenden politischen und sozialen Fragen beschäftigt. Molad wurde 2012 gegründet und sieht seine Aufgabe darin, ein umfassendes und fortschrittliches Entwicklungskonzept für die Zukunft Israels zu entwerfen, das auf ein gleichberechtigtes Zusammenleben mit Israels Nachbarn und auf eine friedliche Integration in das geopolitische Umfeld setzt.

Die Arbeit des Zentrums lässt sich drei Oberthemen zuordnen. Außenpolitik und Sicherheitsfragen: Die Aufrechterhaltung des staatlichen Kontrollsystems in den palästinensischen Gebieten treibt Israel immer weiter in die internationale Isolation, womit sich seine Isolation in der Region verschärft und seine Zukunft als demokratischer Staat auf dem Spiel steht. Gesellschaftliche Fragmentierung: In der Zivilgesellschaft ist eine starke Zunahme von auf Stammeszugehörigkeiten beruhenden Einstellungen zu verzeichnen, die mit einem modernen Lebensstil unvereinbar ist. Sozioökonomische Entwicklung: Die wachsende Ungleichheit führt zu einer Spaltung der israelischen Gesellschaft in eine kleine wohlhabende Elite und eine zunehmende Zahl von Bürger*innen, deren Einkommen kaum mehr oder gerade noch ausreicht, um Grundbedürfnisse wie Wohnen und Essen zu befriedigen, und die sich nicht mehr auf das staatliche Sicherheitsnetz verlassen können.

 

Siehe insbesondere auch die Beiträge zum Forum for Regional Thinking (Forum für regionales Denken): http://www.molad.org/en/articles/The-Forum-for-Regional-Thinking

www.molad.org/en/
www.molad.org/en/

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