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Mit der deutschsprachigen Webseite des Israel-Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung möchten wir mannigfaltige Stimmen des progressiven Israels hörbar machen. Damit soll eine interessierte Öffentlichkeit die Gelegenheit bekommen, Innenansichten hiesiger Verhältnisse und Kämpfe zu erhalten und lokale Akteure kennenzulernen.

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I'lam - Arabisches Zentrum für die Entwicklung von Medienfreiheit und Forschung

I’lam (Arabisch für Information/Kommunikation) ist eine NGO mit Sitz in Nazareth, gegründet im Jahr 2000 von einer Gruppe palästinensischer JournalistInnen und AkademikerInnen (israelischer Staatsbürgerschaft). I’lam ist die einzige NGO in Israel, die sich vorgenommen hat, in der palästinensischen Bevölkerung Medienkompetenzen zu fördern, was heißt, dass sie gezielt in den Medien arbeitende PalästinenserInnen unterstützt und allgemeine Bildungsmaßnahmen zur Stärkung von theoretischen und praktischen Medienkenntnissen anbietet. I’lam setzt sich darüber hinaus für eine Demokratisierung der Medienlandschaft in Israel und eine veränderte Berichterstattung sowohl in den arabisch- als auch hebräischsprachigen Medien ein. Das Zentrum konzentriert sich darauf, Medienrechte und das Prinzip der Selbstermächtigung (empowerment) zu fördern. Die NGO will die israelische Medienpolitik dahingehend beeinflussen, dass im Einklang mit grundlegenden demokratischen Werten Prinzipien wie Unparteilichkeit, Fairness und Gerechtigkeit ein größeres Gewicht erhalten. I’lam appelliert an alle mit der Berichterstattung über arabische Israelis befassten Institutionen und JournalistInnen, professioneller und unvoreingenommener vorzugehen. Übergeordnetes Ziel aller Maßnahmen ist die Befähigung der arabischen Gesellschaft in Israel, ihre Rechte und Interessen besser zu vertreten und wahrzunehmen. Dazu gehören ein gleichberechtigter Zugang für arabische JournalistInnen zu den israelischen Medien, ihre angemessene Repräsentation in entsprechenden Gremien und Einrichtungen, ein freier Informationsfluss sowie die Durchsetzung von professionellen journalistischen Standards.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützt das Projekt „Ofek: Ein Horizont für die arabischen Medien“, das in Kooperation mit dem Manarat Zentrum für jüdisch-arabische Beziehungen am Van Leer Jerusalem Institute durchgeführt wird. Hierbei werden ausgewählte Artikel von prominenten arabischen Intellektuellen, die in führenden arabischen Zeitungen erschienen sind, übersetzt und auf der Meinungsseite der hebräischen Tageszeitung Jedi’ot Achronot und dem populären hebräischen Nachrichtenportal Walla! veröffentlicht. Das Projekt zielt darauf ab, Kommentare, Gedanken und Polemiken von arabischen AutorInnen einem breiteren hebräischen Publikum bekannt zu machen und diesen eine Plattform zu bieten, wo sie direkt und ohne die Vermittlung von Dritten ihre Positionen zur Diskussion stellen können. Jüdische Israelis, die nun selbst die Texte arabischer Intellektueller lesen können und nicht nur das, was über sie geschrieben wird, erhalten damit Zugang zu einem wichtigen Ausschnitt zeitgenössischen arabischen Denkens, wozu auch inhaltliche Kontroversen und umstrittene Themen mit Bezug zu den Gesellschaften im Nahen und Mittleren Osten gehören. Damit ermöglichen sie den hebräischsprachigen LeserInnen ein besseres Verständnis für die Region, in der sie leben.

www.ilam-center.org/en/
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