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Mit der deutschsprachigen Webseite des Israel-Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung möchten wir mannigfaltige Stimmen des progressiven Israels hörbar machen. Damit soll eine interessierte Öffentlichkeit die Gelegenheit bekommen, Innenansichten hiesiger Verhältnisse und Kämpfe zu erhalten und lokale Akteure kennenzulernen.

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„Kino, das verändert – netzaktivistische Werkstatt"

Kurzfilm-Workshop über Kino, Aktivismus und Internet für Jugendliche aus jüdischen und arabischen Entwicklungsstädten.

RLS Israel

Das von der Schule für Audio- und visuelle Kunst des Sapir-Colleges organisierte internationale Filmfestival „Cinema South“ fand vom 7. bis 11. Juni 2015 zum 14. Mal in der Stadt Sderot und an anderen Orten im nordwestlichen und westlichen Negev statt. Im Rahmen des Festivals unterstützte das Israel-Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung einen Kurzfilm-Workshop für Jugendliche aus den jüdischen Entwicklungsstädten Netivot und Ofakim und aus dem Beduinendorf Kseyfe. Der Workshop mit dem Titel „Kino, das verändert – netzaktivistischer Workshop“ wurde von dem Regisseur Alon Alsheich moderiert und verband die medialen Bereiche Kino, Aktivismus und Internet. Die Teilnehmer*innen sollten darüber nachdenken, was sie in ihrer unmittelbaren Umgebung oder in der Welt verändern möchten. Im Workshop wurde den Jugendlichen beigebracht, wie sie ein kurzes Video für das Internet (einschließlich Drehbuch, Fotografie und Bearbeitung) zu diesem Thema herstellen können. Die während des Workshops produzierten Filme wurden ins Internet hochgeladen.

Die feierliche Vorführung der Filme, die während des Workshops entstanden sind, fand am 10. Juni in Anwesenheit von etwa 200 Zuschauer*innen statt, einschließlich aller Jugendgruppen, die an dem Workshop teilgenommen haben, sowie deren Mitschüler*innen und Lehrer*innen. Der Saal war voll mit aufgeregten Jugendlichen und ihren Lehrer*innen, die man mit Bussen zur Veranstaltung gebracht hatte und die bei allen Filmen begeistert applaudierten.

Alon Alsheich erklärte den Produktionsprozess der Filme und stellte sie kurz vor. Die Themen, die am häufigsten in den Filmen behandelt wurden, waren Cyber-Mobbing, Identitätsfragen und weit verbreitete Stereotypen zu bestimmten Bevölkerungsgruppen, wie zum Beispiel Beduinen, Russen, Äthiopier. Beispielsweise befassten sich zwei Filme von Jugendgruppen aus Kseyfe mit dem Vorurteil in der jüdischen Gesellschaft, Beduinen seien Diebe.

 

 

(Übersetzt von Ursula Wokoeck Wollin)

 

Zu den Filmen des Workshops „Kino, das verändert“ (Hebräisch)

 

 

Andere Projekte mit dem Sapir College:

Vater.Land, ein Film von Meital Abekasis

Legislative Theater Holot

 

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